ein Kamishibai Künstler in Japan.

Das Kamishibai (japanisch für Papiertheater) ist eine Möglichkeit, eine Geschichte mit Hilfe von Bildkarten zum Leben zu erwecken. Ein Rahmen aus Holz bildet das Grundgerüst. Hier können Bildkarten nacheinander eingeschoben werden.

EineArtHaus führt derzeit das EU-gefördertes Projekt „Kamishibai – Raum für Vielfalt und Verständigung“ durch. Eine Säule des Projekts bildet die E-Learning-Plattform Kamishibai-Akademie. Zielgruppe sind Pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtliche, die das Erzähltheater in der Sprachförderung einsetzen möchten.

Der gratis Zertifikatskurs ist in acht Lektionen eingeteilt, die aufeinander aufbauen. Es beginnt mit etwas Geschichte. Dann wird etwas über das Erzählen vermittelt. Als nächstes wird das Kamishibai als Mittel der Sprächförderung thematisiert. Der Kurs schließt mit dem Thema kulturelle Vielfalt ab.

Der Kurs kann im eigenen Tempo absolviert werden. Es gibt kurze Texte, Videos und Bilder und jeder Absatz wird mit einem kurzen Quiz abgeschlossen, um das Gelernte zu vertiefen. Außerdem werden zwischendurch Reflexionsfragen gestellt, zu denen sich die Teilnehmenden Notizen machen sollen; mit dabei sind auch Kreativaufgaben, bei denen beispielsweise überlegt werden soll, wie eine moderne Geschichte in einer Bildrolle inszeniert werden kann.

Im Rahmen des Projekts werden auch Kamishibai-Geschichten erstellt, die zum Download auf der Plattform zur Verfügung stehen und gratis genutzt werden können. Und zusätzlich gibt es Tipps zum Bau eines eigenen Kamishibais.

Und ein Highlight habe ich mir bis zum Ende aufgehoben: Für alle, die die Weiterbildung zur:m Lese- und Literaturpädagog:in machen, kann der Lehrgang sogar angerechnet werden! Also, worauf wartet ihr? Meldet euch gleich an, wenn ihr Kamishibais in der Sprach- und Leselförderung einsetzen möchtet!

Beitragsbild von aki sato auf Flickr unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 2.0 publiziert.